Predigt vom 21. Juni 2020

Hindernisse für geistliches Wachstum – Was würde Jesus tun? Die tägliche Heiligung

Holzmedaille auf dem Schreibtisch

    • Tiefe Wurzeln – Weites Land
    • Leute sehen das Weite Land, die Auswirkungen
    • Die Kehrseite der Medaille aber zeigt zu mir: Tiefe Wurzeln
    • Ohne tiefe Wurzeln kein weites Land.
    • Geistliches Wachstum ist Wachstum in beide Richtungen: das Wurzelwerk wird dichter, stabiler und die Sichtbarkeit nach außen wird größer.

Das geistliche Wachstum ist kein Sprint; es ist ein Hindernislauf!

Beurteilung von Hindernissen

    • Hindernisse sind oft nervig, ungewollt und störend. Aber wenn wir an einer Stelle hängenbleiben, dann sollen wir da noch etwas mehr Zeit verbringen. Dann ist das der Ort des inneren Wachstums.
    • Die Gefahr ist nicht, dass wir eine Hürde reißen; nicht, dass wir uns darin verheddern; nicht dass es Zeit braucht, da wieder herauszukommen. Das ist alles legitim. Sicherlich nervig, aber es gehört dazu.
    • Die Gefahr für dein geistliches Wachstum ist, den Hürden ausweichen zu wollen. Neben der Bahn zu laufen. Zu kneifen. Natürlich ist das zumindest für den Moment angenehmer. Aber es nimmt uns aus dem Spiel. Und es trainiert uns in keiner Weise, für mögliche nächste Hürden besser vorbereitet zu sein.
    • Beispiele des Ausweiches und Leugnens finden wir bei Jona (der den Auftrag nicht ausführt) oder auch Petrus (der Jesus verleugnet als es brenzlig wird).
    • Im Glaubensleben ist es genauso. Da könnten wir versucht sein, im Alltag aus der Laufbahn des geistlichen Wachstums eine Sprintstrecke machen, indem wir einfach nebenher laufen. In dem wir das Glaubensleben auf ein Nebengleis, eine Nebenstrecke verlagern.  Wenn Glauben auf den Sonntag begrenzt wird. Wenn ich die 90% meines Lebens (Geld, Zeit, Engagement, …), die nicht mein Zehnter sind, Gott vorenthalte.

Lektion: Erwarte das Hindernis!

    • Und in der Steigerung: Freue dich auf das nächste Hindernis, das dir die Chance gibt, Gott darin zu erkennen.

WO erwarten wir geistliches Wachstum?

    • Das Glaubenswachstum spielt sich nicht im Tempel oder in der Synagoge ab, sondern im Alltag. Wie bei Zachäus, zu dem Jesus nach Hause kam.
    • Und die Hindernisse sind auch bei uns nicht im Gemeindehaus, auch trotz der Corona-Auflagen, sondern im Alltag.
    • Woran zeigt sich, dass du von Gott berührt, behandelt und verändert wurdest? Auf jeden Fall nicht dadurch, dass du in einem Gottesdienst der Josua-Gemeinde Schenefeld sitzt. Das beeindruckt Gott herzlich wenig. Das ist keine geistliche Leistung und ganz bestimmt nicht der Beleg eines vitalen Glaubenslebens.
    • Das ist so wie ein Fußballspieler, der zu seinem Trainer sagt: Aber ich saß doch immer bei den Teambesprechungen mit den anderen in der Kabine. Und habe dir immer aufmerksam zugehört. Und bin doch Mitglied dieses Vereins. Und zahle sogar den monatlichen Vereinsbeitrag.
    • Und dem der Trainer dann sagt: Es zählt nur auf dem Platz.
    • Mt. 7,21: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: ´Herr, Herr!´ in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“
    • Die Bewertung Jesu im Weltgericht (Mt. 25) spricht von 6 Personengruppen, mit denen Jesus sich identifiziert: die Hungrigen, die Durstigen, die Fremden, die Nackten, die Kranken, die Gefangenen.
    • Ein Hindernis für geistliches Wachstum ist, dass wir das geistliche Wachstum an der völlig falschen Stelle suchen – nämlich in der Kirche und Gemeinde.
    • Im Alltag kommen die Hindernisse von ganz alleine. Menschen, die dich herausfordern, die deine Zeit haben wollen, deine Aufmerksamkeit, deinen Dienst. Die deine Pläne durchkreuzen. Die dich mit deinen Schwächen konfrontieren.

In seinen Fußstapfen

Zitat aus dem Buch „In seinen Fußstapfen“ von Charles Sheldon:

„Ich suche Freiwillige aus den Reihen der Gemeinde, die sich ehrlich und ernsthaft dazu verpflichten, ein ganzes Jahr hindurch nichts zu unternehmen, ohne sich zuvor die Frage zu stellen: „Was würde Jesus tun?“ Und nachdem Sie sich diese Frage vorgelegt haben, sollte jeder entsprechend handeln, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.”

Was würde Jesus tun?

    • Matthäus 5,16: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
    • Lektion: Einfach mal die Taten sprechen lassen. Keine Rechtfertigung, keine Ausreden, keine Besserwisserei, kein Gesabbel.
    • Lied von Cae Gauntt: „Wir fallen hin, stehen auf“
  1. Wo bist du einer „geistlichen Hürde“ schon mal ausgewichen?

  2. Was war einer deiner letzten „Gottesdienste im Alltag“, wo du durch verändertes Handeln Gott gedient hast

  3. Was würde Jesus tun? In der Situation, die dir jetzt vor Augen steht.